Informationen zur Barrierefreiheit
Ein vollständig barrierefreies Studium ist an der Uni Bonn leider nicht möglich. Viele Gebäude sind nicht oder nur eingeschränkt barrierefrei zugänglich. Die Fachschaft hat daher den AK Barrierefreiheit gegründet, um die Situation zu dokumentieren und Studierende und Studieninteressierte mit Behinderung über Möglichkeiten und Probleme zu informieren. Der AK konzentriert sich dabei zunächst auf Gehbehinderungen und Neurodivergenz, da wir damit auch persönliche Erfahrung haben. Weitere Aspekte der Barrierefreiheit sind in Arbeit - sprecht uns bei Fragen gerne an.
Hörsäle
Der AK Barrierefreiheit hat die von der Physik üblicherweise genutzten Hörsäle aus der Perspektive einer Gehbehinderung auf Barrierefreiheit untersucht.
Es gibt eine Rampe am Eingang, aber die Türen sind sehr schwer und verfügen nicht über einen Türöffner. Im Foyer lassen sich Tische und Stühle bewegen, sodass man dort z. B. auch mit einem Rollstuhl am Tisch sitzen könnte. Der Eingang zum Hörsaal liegt im Erdgeschoss, Plätze für Studierende im Rollstuhl gibt es jedoch nicht. Außerdem ist der Hörsaal aufsteigend gebaut, sodass es zu den vorderen Plätzen mehrere Treppenstufen nach unten geht. Die Toiletten befinden sich im Keller und sind nicht barrierefrei.
Vor dem Haupteingang befinden sich zwei Stufen. Es gibt einen Aufzug im Gebäude, aber der Hörsaal ist trotzdem nur über Treppen erreichbar. Der Aufzug befindet sich direkt links neben dem Haupttreppenhaus, wenn man durch den Haupteingang hereinkommt. Im zweiten Stock geht man vom Aufzug aus nach links, durch das BLUB durch und links um die Ecke. Hinter der weißen Tür geht es noch mal ein paar Treppenstufen nach unten, wo man eine Tür erreicht, hinter der sich ein Seminarraum und der Hörsaal befindet. Im Hörsaal gibt es keine barrierefreien Sitzplätze. Barrierefreie Toiletten sind ebenfalls nicht vorhanden.
Der Eingang ins Gebäude hat eine Rampe und der Hörsaal ist ebenerdig erreichbar, die Türen sind jedoch recht schwer und haben keinen Türöffner. Gegenüber des Hörsaals befindet sich eine barrierefreie Toilette. Im Hörsaal gibt es vorne Platz, wo sich Studierende mit Rollstuhl hinsetzen könnten, es fehlt allerdings ein Tisch. Die restlichen Plätze sind über eine oder mehrere Stufen erreichbar, da auch dieser Hörsaal aufsteigend gebaut ist.
Das Hörsaalzentrum ist ein modernes Gebäude mit ebenerdigem Zugang. Es scheint keinen Türöffner zu geben, aber die Tür ist tagsüber meistens offen. Die Hörsäle I und II im Erdgeschoss sind ebenerdig erreichbar. Barrierefreie Plätze ohne Tisch gibt es ganz vorne in den beiden Hörsälen, barrierefreie Plätze mit Tisch auf halber Höhe der Hörsäle sind über einen Aufzug erreichbar. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden.
Das Gebäude und der Hörsaal sind ebenerdig erreichbar. Neben der Drehtür am Eingang gibt es eine normale Tür, die sich mit einem Taster öffnen lässt. Tische und Stühle im Hörsaal lassen sich im Raum beliebig platzieren, sodass Studierende im Rollstuhl sich überall hinsetzen können. Es gibt barrierefreie Toiletten. Außerdem sind Aufzüge, Beschriftungen mit Brailleschrift und ein ertastbarer Plan des Erdgeschosses vorhanden.
Das Gebäude ist über eine Rampe zugänglich, aber es gibt keine barrierefreien Plätze im Hörsaal. Dieser ist ebenfalls aufsteigend aufgebaut, sodass es zu den vorderen Plätzen mehrere Stufen hinunter geht. Der Schlüssel zur barrierefreien Toilette ist beim Hausmeister im Keller erhältlich. Die anderen Toiletten befinden sich ebenfalls im Keller. Einen Aufzug gibt es nicht.
Eine Rampe führt zum Eingang, die Tür ist mit einem Türöffner versehen, aber direkt hinter der Eingangstür liegt eine Treppe. Für diese Treppe gibt es eine mobile Rampe, die im Gebäude lagert und bei Bedarf geholt werden muss. Diese Rampe ist ziemlich steil. Hinter den Treppen gibt es einen Aufzug im Gebäude, von dem aus Hörsaal 1 (ohne barrierefreie Plätze) ebenerdig und Hörsaal 2 (mit barrierefreien Plätzen) nur über eine Treppe erreichbar ist. Barrierefreie Toiletten gibt es nicht. Der Übergang zum IAP ist aus dem ersten Stock über eine weitere Treppe erreichbar.
Die Mathematisch-Natuwissenschaftliche Fakultät hat in Kooperation mit der Fachschaft Mathematik die Barrieren dieses Gebäudes ausführlich dokumentiert.
Das Gebäude ist ebenerdig bzw. über eine Rampe erreichbar, der Eingang auf der Seite der alten Mathematik hat auch einen Türöffner. Der Personenaufzug ist zu klein für einen Rollstuhl, der Lastenaufzug ist nur mit Schlüssel zu bedienen. Zum Eingang des Hörsaals im ersten Stock führen ein paar Stufen und es gibt dort keine barrierefreien Plätze. Barrierefreie Toiletten fehlen ebenfalls.
Es gibt eine Rampe am Eingang und der Hörsaal im Erdgeschoss ist ohne Stufen erreichbar. Im Hörsaal stehen Stühle und Tische, sodass ein barrierefreier Platz geschaffen werden kann.
Der Hörsaal ist ebenerdig, aber man muss an der Tür klingeln. Barrierefreie Plätze gibt es nicht.
Die Hörsäle 1 und 2 sind nicht barrierefrei.
Es gibt sehr viel Kopfsteinpflaster, einen winzigen Aufzug bei den Hörsälen 1 - 10 und weitere Hörsäle, die nur über Treppen erreichbar sind.
Seminar- und Praktikumsräume
Der AK Barrierefreiheit plant, auch die Seminar- und Praktikumsräume auf Barrierefreiheit zu untersuchen. Ein paar Probleme sind bereits bekannt: Die Seminarräume SR1 und SR3 im ersten Stock des HISKP sowie der SR2 im dritten Stock sind nur über Treppen zugänglich. Für die Praktikumsräume im Keller des WPH gilt das gleiche. Außerdem sind viele Seminar- und Praktikumsräume recht eng, sodass sie mit einem Rollstuhl oder anderen Gehhilfen schwierig zu navigieren sein können.
Nachteilsausgleich
Es gibt die Möglichkeit, individuelle Nachteilsausgleiche für Klausuren oder andere Studienleistungen zu beantragen. Die Uni informiert hier darüber. Für die Physik-spezifische Umsetzung und die Beantragung ist das Prüfungsamt der Physik zuständig. Bei Fragen oder Problemen mit der Umsetzung könnt ihr auch gerne den AK Barrierefreiheit bzw. die Fachschaft ansprechen - wir helfen euch gerne weiter.
Angebote der Uni
Die Uni bietet hier fachübergreifend Informationen und Beratungsmöglichkeiten für behinderte Studierende an. Dort kann auch Marion Becker, die Beauftragte der Uni für Studierende mit Behinderung oder chronischer Erkrankung, kontaktiert werden.
Die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät hat eine Feedback-Box eingerichtet, wo Barrieren gemeldet werden können. Um etwas an der Situation verbessern zu können, sollen so erst mal Informationen gesammelt werden.
Das CIMND*-Referat des AStA bietet Beratung für behinderte, chronisch oder psychisch kranke, neurodivergente und Taube Studierende an. Dort kannst du dich von den Studierenden des Referats zu Themen wie Nachteilsausgleichen, Gutachten und Anträgen sowie Barrieren im Studium beraten lassen. Informationen und Öffnungszeiten findest du auf der AStA-Webseite.
Außerdem gibt es die psychosoziale Beratung des AStA. Dorthin kannst du dich wenden, wenn es um psychische Probleme und Belastung im Studium geht. In einem Gespräch kann nach Lösungsideen gesucht werden und sie können auch helfen, einen Therapieplatz oder ähnliches zu finden.
Angebote der Fachschaft
Der AK Barrierefreiheit ist der Arbeitskreis der Fachschaft, der sich mit Behinderung und Barrieren im Studium befasst. Sprich uns gerne an, wenn du Fragen hast oder vielleicht auch etwas für Barrierefreiheit tun möchtest! Wie du die Fachschaft erreichst, findest du hier.